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Freitag, 21. Mai 2010 Rückgang bei Stiftung Warentest 2009: Weniger Produkte getestet, weniger Hefte verkauft
In ihrer Jahresbilanzkonferenz für 2009 diese Woche musste die Stiftung Warentest über zurückgehende Heftauflagen und Erlöse berichten. Gegenüber 2008 sanken die Auflagen der Zeitschriften Test und Finanztest um jeweils 5,6 Prozent. In gleichem Umfang nahm auch die Zahl der kostenpflichtigen Abrufe der Internetseite test.de ab. Damit stehen die Publikationen der Stiftung schlechter da als die Zeitschriften Guter Rat (plus 4,2 Prozent verbreitete Auflage) und Ökotest (minus 1,4 Prozent). Nur Computerbild hatte im vergangenen Jahr einen ähnlichen Rückgang zu verbuchen (minus 5,4 Prozent). Stiftungs-Vorstand Werner Brinkmann zeigte sich mit der Entwicklung dennoch zufrieden. Die Erlöse lagen 2009 mit 38,8 Millionen Euro zwar eine Million unter dem Vorjahreswert. Weil die Ausgaben für Tests, Herstellung, Vertrieb und Werbung jedoch ebenfalls gesenkt wurden, ist das Gesamtergebnis insgesamt positiv. Der Zuschuss der Bundesrepublik Deutschland lag 2009 unverändert bei sechs Millionen Euro, was etwa 16 Prozent des Gesamthaushalts ausmacht. Die Stiftung hat 2009 mit 2.116 Produkten rund zwölf Prozent weniger getestet als im Jahr zuvor. Sie hat weniger klassische Warentests durchgeführt (96 statt im Vorjahr 99), aber mehr Dienstleistungstests und Schnelltests von neuen Produkten und Aktionsware, die vor allem Discounter anbieten. Als Höhepunkte hob Brinkmann den Test zur Anlageberatung von Banken Ende 2009 hervor, demzufolge die Geldinstitute nach wie vor statt einer gewünschten sicheren Geldanlage Zertifikate und Aktienfonds anboten. Ein Test von Kinderwagen im Oktober 2009 hatte besonders viele Schadstoffe in den verwendeten Materialien aufgespürt. (ek) |
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